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IM HUNDEHIMMEL


Als Kind stellte ich mir gerne vor, wie es wohl im Himmel aussehen könnte, im Himmel allgemein, aber besonders im Hunde- oder Katzenhimmel. Ich hatte mir die Gegebenheiten dort oben wundervoll ausgemalt und sogar verschiedene Zeichnungen angefertigt.
Je erwachsener ein Mensch wird, desto mehr werden kindliche Vorstellungen wieder verworfen und entweder durch keine oder neue Ideen ersetzt.
  Um mich zu trösten wagte ich, erstmals nach Jahrzehnten, wieder einen gedanklichen Blick in den Hundehimmel hinein. Und was bekam ich dort zu sehen? –
Meine Baffi machte in den hundehimmlischen Gefilden soeben die Bekanntschaft eines kleinen Wuschelhundes.
Die Worte, die sie zu diesem Hündchen sprach, lauteten folgendermaßen: „Hallo Kleine! Bist du auf dem Weg zur Erde? Ja? Da komme ich gerade her. Ich kann dir dort unten eine supertolle Adresse empfehlen. Wenn du dich von der Familie adoptieren lässt, hast du gute Karten. Die Menschen sind lieb, leicht erziehbar und spaßig. Du wirst viel Freude mit ihnen haben, wenn du großzügig über einige liebenswerte, menschliche Verrücktheiten hinwegsiehst.
Also, gute Reise! Und grüße sie alle herzlich von mir, wenn du sie gefunden hast!“
  Einige Monate brauchte eben dieser kleine Hund für seine Reise zur Erde.
Dann landete er glücklich in einem Ort, ganz in unsere Nähe.
Um uns zusammenzuführen, hatte das Schicksal seine Verbindungsfäden in einem weiten Umkreis gespannt. Dabei entstanden einige Knoten und Umleitungen. Letztendlich hielten wir die Fäden in der Hand und der kleine Hund in seinem Schnäuzchen. So hangelten wir uns langsam aber sicher zueinander hin.
Und endlich feierten wir unser glückliches Zusammentreffen! –

Doch das ist bereits eine neue Geschichte!
 

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© Christine Capelle   Alle Rechte vorbehalten
© Bilder: Christine Capelle  © Texte: Christine Capelle